Programmieren durch Löschen

Wer liebt es nicht? Programmieren durch Löschen! Ein Feature oder eine Klasse wird nicht mehr benötigt, oder man findet uralte Codeteile, die man noch von der Codebasis des Vor-Vorgängers der Software übernommen hat – bei uns liebevoll „Energie-Code“ genannt. Weg damit!

Ein (fiktives) Beispiel:

Legacy-Code, die Steuerung über den Header braucht man nicht mehr. Ab jetzt soll immer der else-Zweig gelten. Oder immer der if-Zweig. Dann geht man mit dem Cursor auf den Code, der bestehen bleiben soll, und drückt <Ctrl>-<Shift>-<Entf>.

Er markiert den Teil der erhalten bleiben soll in grün. Der zu löschende Teil wird rot hinterlegt. Wenn ich also direkt Enter drücke, dann löscht er die If-Bedingung und ersetzt sie durch den von mir vorher ausgewählten „true“-Teil.

Vielleicht will ich aber auch stattdessen die Fehlerbehandlung weghaben, weil ich in der aufrufenden Funktion bereits die Exceptions verarbeite, oder weil meine Kunden gerne eine Error 500-Seite sehen:

Mit „unwrap try“ wird also das Exception-Handling gestrippt.

Und Bäm, macht „programmieren durch Löschen“ nicht nur einmal, sondern zweimal Spaß!

About the author

IT-Teamleiter bei CHECK24.
Hasst es, Dinge selber zu tun, die auch automatisch gehen.
Will nie wieder Code von Hand formatieren müssen.
Will schon beim Schreiben merken, wenn er Blödsinn macht, nicht erst im Fehlerlog nach dem Deployment.

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